Willkommen zum
Blick der Gebärdensprache e.V.

Unser Verein wurde im Juni 2018 neu gegründet. Wir sind eine Gruppe unterschiedlicher Menschen, die sich für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitssituation tauber und schwerhöriger Menschen aller Altersstufen und die Förderung der Deutschen Gebärdensprache (DGS) einsetzt. Die meisten unserer Mitglieder sind DGS Muttersprachler. Wir sind aber offen für alle Menschen, die sich für das Thema Inklusion tauber Menschen, Deutsche Gebärdensprache und die Taubenkultur interessieren oder in ihrer Familie ein taubes Kind bzw. einen tauben Angehörigen haben.

Der Verein versteht sich nicht nur als Ergänzung und Erweiterung zu den bereits bestehenden Angeboten für taube Menschen in und um Würzburg bzw. in ganz Unterfranken. Uns ist es vielmehr eine große Herzensangelegenheit die Einzigartigkeit und Schönheit unserer lautlosen Welt nach außen zu tragen. Wir wollen sichtbar werden. Sichtbar sein. Es geht um ein neues Verständnis und Selbstverständnis tauber Menschen. Taubsein ist kein Makel. Taubsein ist keine Behinderung, die behoben werden muss. Taubsein ist Andersartigkeit. Taubsein ist Vielfalt. Taubsein ist Leben. Unsere Kultur ist lebendig, mitreißend und ausdrucksstark. Unsere Muttersprache ist die Deutsche Gebärdensprache. Sie ist eine „visuelle Sprache“ mit der man Teil einer Gemeinschaft ist, die es schon lange gibt und die sich stetig im Wandel befindet.

Wir wünschen uns, dass die Gemeinschaft wächst und dass wir als Teil einer Gesellschaft gesehen werden, in der man sein kann wie man ist. Wir wollen Einsamkeit, Isolation und Barrieren überwinden, ohne unsere kulturelle Identität zu verlieren. Dazu braucht es ein Klima, das geprägt ist von gegenseitiger Akzeptanz und Wertschätzung. Politiker, Ärzte und die ganze Gesellschaft sind angesprochen sensibel und offen zu sein, ein Gespür für die Besonderheiten unserer lautlosen Welt zu entwickeln. Eine Welt, die durch den stillen Raum, in dem sich der taube Mensch befindet, eine weitaus größere und intensivere Kraft besitzt als die laute Welt. Denn der Mensch muss sich mit sich selbst auseinandersetzen und wird nicht von den äußeren lauten Eindrücken abgelenkt. Diese innere lautlose Welt ist weitaus tiefgreifender als die laute Welt, da durch das Laute der Mensch nicht zu sich kommen kann. Durch die „laute“ Welt wird der Mensch von dieser inneren Stille abgelenkt, die dazu da ist, sich selbst nahe zu sein. Taube Menschen können daher für andere diese Verbindung durch die nonverbale Kommunikation herstellen, und dies ist eine Bereicherung für das Miteinander.

Auf der einen Seite möchten wir Tauben unseren geschützten Raum gewahrt wissen, auf der anderen Seite besteht der beständige Wunsch in die Gesellschaft komplett integriert zu werden und sich unter den hörenden Menschen wohlzufühlen. Wichtig ist die Brücke zwischen den beiden Welten zu finden, zwischen Tauben und Hörenden. Hörende sollten versuchen Gehörlose zu verstehen, sowie umgekehrt. Wichtig dabei ist von beiden Seiten aus einem Opferverhalten heraus zu gehen. Das verändert die Energie, die dahintersteht und schafft Raum für positive Veränderungen. Lassen Sie uns gemeinsam Brücken bauen.

Euer Blick der Gebärdensprache e.V.

Vorstand

Alleine können wir so wenig erreichen, 
gemeinsam können wir so viel erreichen. 
Helen Keller, taubblinde Schriftstellerin

 Ganz herzlichen Dank für Unterstützung 

Man muss Ideen die Chance geben, sich zu verwirklichen.
Thomas A. Edison, Erfinder der Glühbirne, selbst schwerhörig
Angehörigen von tauben Kinder